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HanseBelt: Belttunnel stärkt Tourismus

Die feste Fehmarnbeltquerung eröffnet neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Norddeutschland, Dänemark und Südschweden. Vor allem im Tourismus lassen sich an Nord- und Ostsee neue Potenziale erschließen. In der HanseBelt Lounge bei den Fehmarnbelt Days 2018 in Malmö präsentierte Verena von der Hagen das Projekt „Welcome to Metropolregion Hamburg“ mit dem Hotellerie und Gastronomie ausländische Gäste gewinnen können. Die Metropolregion macht die Branche fit. Ein wichtiges Tool ist das „Logbuch International online“. Auf dieser kostenfreien Online-Wissensplattform erhält der Nutzer ein umfangreiches Hintergrundwissen zum internationalen Gast und den wichtigsten ausländischen Quellmärkten. Entscheidend sei es, sich individuell auf den Gast einzustellen.
 
Über Veränderungen in diesem Markt berichtete auch Markus Diefenbach von der dänischen Firma Novasol A/S. Das Unternehmen ist vor 50 Jahren mit der Vermietung von Ferienhäusern in Dänemark gestartet. Mit steigendem Erfolg investierte das Unternehmen in die Ausstattung der Häuser und steigerte mit Sauna oder Pool die Attraktivität der Domizile vor allem für deutsche Familien. „Mittlerweile verbringen deutsche Familien ihren Urlaub gern im eigenen Land. Daher haben wir schon vor Jahren Ferienhaussiedlungen in Küstennähe gebaut und vermieten sie mit großem Erfolg“, so Diefenbach.
 
Für dänische und schwedische Touristen sei Norddeutschland eine wichtige Destination, allerdings erfreuten sich besonders Berlin und Hamburg großer Beliebtheit. Während Dänen gern in Schleswig-Holstein blieben, würden Schweden auch nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. „Mit einer besseren Akquise in den skandinavischen Märkten könnte gerade Mecklenburg-Vorpommern hier noch Potenziale erschließen“, so Diefenbach.
 
Der Vorstandsvorsitzende des HanseBelt e.V., Konsul Bernd Jorkisch, lobte die innovativen Ideen der Touristiker. „Wir werden diese Impulse aufnehmen und gemeinsam weitere Potenziale heben. Bei den Fehmarnbelt Days stand einmal mehr das Thema grenzüberschreitende Kooperation auf der Tagesordnung. Wenn wir Norddeutschland, Dänemark und Südschweden als einen großen Markt begreifen, können wir Marktanteile hinzugewinnen.“ Der Belttunnel, der die Fahrzeit zwischen Deutschland und Skandinavien erheblich verkürzen und Reisen damit attraktiver machen wird. Der Vorsitzende zog zudem eine zufriedene Bilanz der Fehmarnbelt Days 2018. „Das war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. Wieder haben Deutsche, Dänen und Schweden Gemeinsamkeiten herausgestellt, die sie fördern wollen.“

 

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