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HanseBelt Zukunftskongress: „Wir wollen einen gemeinsamen Weg gehen“

Der „König der Löwen“ stammt aus dem HanseBelt und hat dort seine Erfolgsgeschichte geschrieben – in der Region, in der die glücklichsten Deutschen leben. Ralf Dümmel, bekannt als Investor aus der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ stammt aus Bad Segeberg und hat dort beim Einrichtungshaus Möbel Kraft seine berufliche Karriere begonnen, die ihn an die Spitze des Unternehmens DS Produkte GmbH in Stapelfeldt und zu deutschlandweiter Bekanntheit im Fernsehen brachte. „Können kommt von Wollen“, sagte Dümmel vor 260 Teilnehmern des HanseBelt Zukunftskongresses in der Lübecker Musik- und Kongresshalle. Für seinen Erfolg seien fünf Voraussetzungen entscheidend gewesen. Diese empfehle er jedem Unternehmer: Leidenschaft, Mut, Disziplin, Know-how und Respekt vor anderen Menschen. Ralf Dümmel appellierte an die Unternehmer, stets nach vorn zu schauen und die Chancen zu nutzen, die sich böten, besonders was die digitale Transformation betrifft. Unternehmer sollten nicht abwarten, sondern anpacken und „machen“.


Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sprach sich dafür aus, mehr Dynamik in Schleswig-Holstein zu entwickeln, um den Anschluss an die großen Wirtschaftsregionen zu halten. „Wir sind unterwegs, aber noch nicht gut genug“, sagte er. Der neue Mobilfunkstandard 5G biete dem Land gute Chancen, seinen Vorsprung bei den Breitbandanschlüssen auszubauen und mit anderen Ländern Schritt zu halten. Grundsätzlich sei es richtig, wirtschaftspolitisch in großen Räumen zu denken. Die feste Querung über den Fehmarnbelt schaffe eine enge Verbindung zwischen Hamburg, dem HanseBelt und der Metropole Kopenhagen-Malmö. Diese Großregion böte der Wirtschaft Chancen für neue Kooperationen und weltweite Sichtbarkeit.


Während die Politik die Rahmenbedingungen für diese Entwicklung schaffe, könnten die Unternehmen die Region ebenfalls stärken. „Die Kraft unserer Region liegt in der Verbundenheit der Menschen mit ihr“, sagte HanseBelt-Vorstand Jeanette Rouvel, Geschäftsführerin der Ahrensburger SPI GmbH. Die HanseBelt-Mitglieder kooperieren bereits eng miteinander, jetzt gehe es darum, vor allem auch die Mitarbeiter der mehr als 100 Unternehmen zusammenzubringen. „Dafür haben wir einen Hub im Internet geschaffen, über den sich die Menschen austauschen und sich gegenseitig Impulse geben können“, so Rouvel. „Damit schaffen wir Teilhabe und Interesse. Interesse erzeugt Nähe, Nähe erzeugt Verbundenheit. Die Kraft der HanseBeltler liegt in der Nähe.“


Das bestätigten auch Mitarbeiter von HanseBelt-Unternehmen, in einer von der Journalistin Vanessa Seifert moderierten Talkrunde. Sandra Kaplan ist aus Mittelfranken in den Norden gezogen und arbeitet als Head of Service Operation & Consulting bei der id-netsolutions GmbH in Kayhude: „Ich bin seit zehn Jahren hier und fühle mich hier großartig.“ Die Menschen im Norden seien genauso aufgeschlossen und herzlich wie im Süden.
Auch Filia Severin, Regionalmanagerin im HanseBelt, lobte die Stärken des HanseBelts. Sie stammt aus Hamburg, hatte auch im skandinavischen Ausland gearbeitet. Die besondere Unternehmenskultur, zu der sich die Mitglieder der Initiative verpflichtet haben, biete den Mitarbeitern viel Freiraum und Möglichkeiten zum Gestalten. Trotzdem lohne sich ein Blick nach Skandinavien mit seiner besonderen Mentalität in der Arbeitswelt. Die Nachbarn im Norden würden nicht weniger arbeiten als die Deutschen, sie würden sich aber anders organisieren. „Dort ist es normal, dass eine Mutter oder ein Vater ein Meeting verlassen kann, um sich um die Kinder zu kümmern“, sagte sie. Davon könnten die Deutschen lernen. Im HanseBelt seien die Unternehmen bereits auf einem guten Weg.

Foto: Olaf Malzahn

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