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Zweiter BeltCup in Nyköbing: „Hier überträgt sich die Begeisterung für den Sport auf Wirtschaft und Gesellschaft“

Sport verbindet Menschen, Regionen und auch die Wirtschaft. Beim zweiten BeltCup im dänischen Nyköbing standen hochklassiger Fußball und die Chancen für die Wirtschaft in der Region zwischen Hamburg und Kopenhagen-Malmö im Mittelpunkt. „Hier überträgt sich die Begeisterung für den Sport auf Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Konsul Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender des HanseBelt e.V., bei der Wirtschaftskonferenz vor dem Anstoß zum Turnier mit drei norddeutschen und drei dänischen Mannschaften.  

Ziel der Veranstaltung sei es, schon vor der Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels in zehn Jahren die Verbindung zwischen Menschen, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport auf beiden Seiten der Meerenge zu fördern. Die Bedeutung des BeltCups wäre an der Teilnahme von Dr. Rainer Koch, Interimspräsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), und Jesper Möller, Präsident des Dänischen Fußballbundes (DBU), an der Eröffnungszeremonie deutlich geworden, so Jorkisch in der von Stig Römer Winther, Geschäftsführer von Femern Belt Development, moderierten Veranstaltung.  

Holger Schou Rasmussen, Vorsitzender von Femern Belt Development, berichtete in der Konferenz, wie sehr ihn das Thema schon als Kind beschäftigt hatte. „Vor 45 Jahren nahm ich an einem Fußballturnier in Heiligenhafen teil. Ich wohnte zwei Tage lang bei einer Gastfamilie. Wir waren uns darin einig, dass eine Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark fehlte, damit wir einander zügiger besuchen können“, sagte Rasmussen. „Jetzt stehen wir an der Schwelle, das Projekt zu verwirklichen.“  

Es entstünde aber nicht nur eine Verbindung zwischen Lolland und Fehmarn, sondern zwischen Skandinavien und Zentraleuropa. Aufgabe sei es, der Region zwischen den Metropolen Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft zu geben. „Früher war Ostholstein für mich eine Region, durch die ich durchgefahren war. Später habe ich erkannt, wie schön die Region ist und welche Chancen sich Dänen und Deutschen bieten, wenn sie enger und über Grenzen hinweg kooperieren“, betonte Rasmussen.  

Auch John Braedder, Bürgermeister von Guldborgsund, stellte die Chancen in den Mittelpunkt. „In wenigen Jahren wird sich diese Region sehr verändern. Wir erwarten viele Arbeiter für das Projekt und viele Impulse für regionale Wirtschaft“, sagte er. Vor allem die lokale Wirtschaft – Einzelhändler, Hotel- und Gastronomiebetriebe oder auch Bäcker – würde während und nach der Bauphase profitieren. Lolland-Falster rücke nun in den Mittepunkt Nordeuropas. Von der Lage zwischen den Metropolen an Elbe und Öresund erhoffe er sich Investitionen von Unternehmen, die die Lagegunst erkennen und für ihre Geschäfte nutzen wollen. 

Wie sich Manager auf die neue Zeit einstellen und vom Sport lernen können, erfuhren die mehr als 100 Teilnehmer der Konferenz von René Holten Poulsen, dem derzeit weltbesten Kajak-Fahrer. Unter anderem setzt er bei der Vorbereitung auf Wettkämpfe wie Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften auf Trainings mit Champions aus anderen Ländern. Es seien die Besten der Besten, mit denen er sich später messen würde. Nur in diesem direkten internationalen Vergleich könne er schon vor einem Wettkampf die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erkennen und daran arbeiten, besser zu werden.  

Im Anschluss eröffneten Jorkisch, Braedder und Vertreter der Fußballverbände das Turnier. Das Finale ist für Sonntagnachmittag (8. Juli 2019) geplant. Den ersten, mit 30.000 Euro dotierten BeltCup vor einem Jahr in Lübeck hatte der VfB Lübeck für sich entschieden.

Foto: IHK/Beckmann

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