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„Euch sollte nichts trennen“: Spitzensportlerin Lotta Steinmann schwimmt durch den Fehmarnbelt

Noch trennt eine Meerenge die deutsche Insel Fehmarn und die dänische Insel Lolland. In rund zehn Jahren soll ein Tunnel unter dem Fehmarnbelt die bisherige Fährverbindung ergänzen und den Austausch von Gütern, Arbeitskräften und Ideen in der Region fördern. Eine weitere, wenn auch schwierige Möglichkeit, zueinander zu finden, ist das Schwimmen. Die erfolgreiche Schwimmerin Lotta Steinmann will zwischen Montag, 19., und Sonntag, 25. August 2019, die 21 Kilometer lange Strecke zwischen Rödby und Puttgarden überwinden. Sobald das Wetter es zulässt, will die 19-Jährige sich dem härtesten Solomarathon in der Ostsee schlagen und damit symbolisch für das Zusammenwachsen der Fehmarnbelt-Region werben. Der HanseBelt-Verein unterstützt Lotta Steinmann. 

„Es ist toll, dass es für eine so junge Frau selbstverständlich ist, physische Grenzen zu überwinden und mentale Grenzen abzubauen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der HanseBelt-Initiative, Bernd Jorkisch. „Mut, Weitblick und der Wille, Herausforderungen zu meistern, treiben jüngere Generationen an, die in einer globalisierten Welt groß geworden sind. An dieser Entschlossenheit können wir alle uns ein Beispiel nehmen.“ Nachdem die in Bälau bei Mölln aufgewachsene Lotta Steinmann nach vielen Siegen in nationalen und Erfolgen in internationalen Wettkämpfen die Idee hatte, die Solobeltquerung in Angriff zu nehmen, hat sie Kontakt zum HanseBelt-Verein aufgenommen. Jorkisch: „Wir sind begeistert, denn Lotta Steinmann wird einmal mehr belegen, dass Wasser das Entstehen einer großen, international wettbewerbsfähigen Region zwischen Hamburg und Kopenhagen nicht länger verhindern kann.“ 

Lotta Steinmann hat sich gut vorbereitet. „Dafür muss ich sehr fit sein, denn dieser Schwimmmarathon ist sehr anspruchsvoll. Ich schwimme ja nicht eine Bahn nach der anderen in einem Becken, sondern ich durchquere eine Meerenge mit Wellengang, Strömungen und Wind.“ Das seien die idealen Voraussetzungen, um zu zeigen, welches Potenzial in der Sportlerin stecke. „Es reizt mich außerdem, von einem Land zum anderen zu schwimmen. Als Bälauerin muss ich nicht den Ärmelkanal durchschwimmen, wenn ich eine ähnliche Herausforderung sozusagen vor der eigenen Haustür finde“, sagt sie. Ihre Botschaft an die Menschen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts lautet: „Wenn ich die Meerenge schwimmend überwinden kann, sollte Euch nichts trennen.“ 

Julia Beckmann, Leiterin der HanseBelt-Geschäftsstelle, wird Lotta Steinmann gemeinsam mit einem Team auf einem Boot begleiten und live unter: www.facebook.com/hansebeltregion und www.instagram.com/hansebelt berichten. „Es ist großartig, mit welcher Leichtigkeit Lotta an diese Aufgabe herangeht. Sie ist skandinavisch inspiriert: Nicht immer nur reden, sondern machen! Das ist auch Teil der HanseBelt-Philosophie“, so Beckmann.

Foto: IHK/Tietjen

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