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Dritter HanseBelt-Summer Lunch auf der Travemünder Woche

Dritter HanseBelt Summer-Lunch auf der Travemünder Woche

„Tourismusregion HanseBelt – Wie machen wir uns fit für internationale Gäste?“ – unter diesem Motto fand am 28. Juli 2017 der dritte HanseBelt Summer-Lunch im Medienzelt von LN und NDR auf der Travemünder Woche statt.

Im Rahmen einer moderierten Podiumsdiskussion sprachen hochkarätige Vertreter aus der Tourismusbranche darüber, wie die Servicequalität für internationale Gäste in der HanseBelt-Region weiter gesteigert werden kann. Mehr als 50 Gäste aus Tourismus, Handel, Verwaltung und Politik waren der Einladung der HanseBelt-Initiative gefolgt.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Konsul Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender des HanseBelt e.V., stellte Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) in seinem Impulsvortrag heraus, warum es für den HanseBelt besonders wichtig sei, Schweden, Dänen und Niederländer gezielt anzusprechen. „Das sind unsere wichtigsten internationalen Gäste“, sagte der Marketingchef. Für die Metropolregion Hamburg hat die LTM das Projekt „Logbuch International“ entwickelt. Sein Ziel: auf die Wünsche und Gewohnheiten der internationalen Gäste besser eingehen zu können, die Servicequalität zu erhöhen und damit mehr Urlauber für die Region zu begeistern. Bis 2020 wollen Lübeck und Travemünde es auf zwei Millionen Übernachtungen im Jahr bringen, ein Viertel davon sollen internationale Gäste buchen, am besten in der Nebensaison.

In der anschließenden Diskussionsrunde sprach Bernd Muckenschnabel, Deutschland-Chef des Ferienhausvermieters NOVASOL, von einer „neuen touristischen Völkerwanderung“, die im Ostseeraum zugange sei. Sven Hollesen, Vorstand der PLANET-Haus AG, kritisierte indes die schlechte Internet-Infrastruktur. Gerade beim Thema freies WLAN gebe es erheblichen Nachholbedarf im internationalen Vergleich. Zudem müssten die Urlauber, etwa mit einer Standort-App, besser über Aktivitäten vor Ort informiert werden.

Auf dem Areal rund um den Passathafen entsteht gerade ein eigener Touristen-Stadtteil mit Cafés, Restaurant und einem Indoor-Spielplatz. Der Standort Travemünde soll so für ausländische Urlauber attraktiver werden. Anne Benett-Sturies betonte, dass man beim Werben um neue Touristen gut beraten sei, zu betonen, dass Schleswig-Holstein mehr zu bieten habe als Sonne und Strände. „Wir müssen den Blick auch auf die umgebende Landschaft richten“, sagte die Leiterin des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes. „Als touristisches Potenzial ist das Hinterland noch nicht genug erschlossen.“

Ein weiterer Baustein auf dem Weg, mehr internationale Gäste anzulocken, ist laut LTM-Chef Lukas eine mögliche Gästekarte, für die er sich einsetzen will. „Die Urlauber kommen zu uns nach Lübeck und Travemünde, dann sollten sie die Angebote vor Ort auch kostenlos nutzen können“, sagte Lukas auf dem Podium. „Finanziert werden muss sie von den Gewerbetreibenden.“

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